Erfolgreicher Auftakt der Marx-Engels-Gesellschaft am 25.11.2008 im Senatssaal der Uni Münster.
Gemeinsam mit dem marxistischen Philosophen Dr. Robert Steigerwald diskutierten rund 70 Teilnehmer
über die Aktualität der marxistischen Geschichtsauffassung. Weitere Infos hier downloaden

 

Marx-Engels-Gesellschaft Münster e.V. (i.G.)
Forum für kritische Theorie, Politik und Kultur

Die Marx-Engels-Gesellschaft Münster (kurz MEG) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erkenntnisse der Marxschen Theorien in der Öffentlichkeit zu diskutieren und sie dem wissenschaftlichen und demokratischen Meinungsstreit auszusetzen. Sie fördert eine lebendige Theoriebildung und die Analyse aktueller gesellschaftlicher Probleme im Lichte marxscher Ideen.

Die MEG organisiert regelmäßig Veranstaltungen, die allen daran Interessierten ein Forum für die Aneignung und Diskussion unterschiedlicher gesellschaftskritischer Positionen geben sollen. Ohne dass die MEG an eine bestimmte politische Organisation oder an eine theoretische Schule gebunden wäre, ist die Weiterentwicklung und die Verbreitung der marxistischen Theorien als grundlegendes Instrument zur Analyse der gesellschaftlichen Wirklichkeit mit der Perspektive ihrer Veränderung ihr erklärtes Ziel. Neben Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu politischen oder theoretischen Spezialthemen werden Lektürekurse zu den wichtigen Texten kritischer Gesellschaftstheorien angeboten.

Bei der Gründung der Marx-Engels-Gesellschaft in Münster möchten wir uns in die Tradition der Marxistischen Arbeiterschulen stellen. Bereits 1840 gründeten deutsche Handwerker aus dem "Bund der Gerechten" in London einen ersten Arbeiterbildungsverein, in dem auch Karl Marx und Friedrich Engels Vorträge hielten. Zu unserem Erbe gehört auch die 1906 von Bebel gegründete Parteischule der SPD, in der unter anderem Rosa Luxemburg und Franz Mehring lehrten. In dieser Zeit bestanden an 854 Orten lokale Bildungsausschüsse. Sie vermittelte vor allem Betriebsarbeitern und Arbeitslosen Kenntnisse der Politischen Ökonomie und der materialistischen Geschichtsauffassung. In diesen Bildungsvereinen wirkten so bekannte Persönlichkeiten wie Brecht, Eisler und Einstein.

In der Bundesrepublik lebte diese Tradition vor allem in den 1970er und 1980er Jahren wieder auf. In Münster gab es zu dieser Zeit die Franz-Mehring-Gesellschaft als überparteiliche Bildungseinrichtung. 1989 verkündeten die Herrschenden triumphierend "Marx ist tot". Der reale Kapitalismus mit Massenarbeitslosigkeit und Sozialabbau, mit dem von ihm erzeugten Elend in den Ländern des Südens, mit seinen Kriegen und der Klimakatastrophe lässt viele Menschen aber wieder erkennen, dass der Marxismus eine höchst aktuelle, lebendige und unentbehrliche Wissenschaft ist.

Warum gibt es die Marx-Engels-Gesellschaft? Wir - die Gründungsmitglieder - meinen, dass man Marx braucht, um zu verstehen, warum Reichtum an dem einen und Armut an dem anderen Pol der Gesellschaft immer größer werden, was Globalisierung ist und warum Kriege geführt werden, dass diese Gesellschaft weiterhin vom Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit geprägt ist, dass die grundlegenden marxistischen Werke nach wie vor ein notwendiges Werkzeug sind, um die Welt von heute zu verstehen und zu verändern.

Wir sind zu dem Schluss gekommen: Der Bedarf an marxistischem Dialog wächst, in Münster fehlt aber ein überparteiliches Diskussionsangebot, bei dem Jede/r Grundkenntnisse des Marxismus erwerben oder auffrischen kann – die MEG möchte hierzu einen Beitrag leisten.

Nutzen Sie / nutzt das Angebot der Marx-Engels-Gesellschaft Münster, unterstützen Sie / unterstützt die MEG durch ihre / eure Mitgliedschaft.